Aktuell
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Okt. 2021

Perennial Biennial is Searching for Local Biennial Discourse for Upcoming Publication

The Perennial Biennial is a partnership of five European contemporary art biennials working together to develop and explore sustainable models for perennial practices in the biennial field. The project runs as a year-round collaboration between Liverpool Biennial, Berlin Biennial, RIBOCA, MGLC and Bergen Assembly. Initiated in September 2018, it runs until September 2022 and is supported by Creative Europe, the European Union's programme
to support the cultural, creative and audio-visual sectors.


The Perennial Biennial is currently working on a new publication engaging with the biennial format as it is encountered, engaged with, and critiqued in its local context. We are reaching out to biennials, artists, collaborators and others for existing texts written in response to biennials in their local context, and specifically published outside of the international biennial discourse.


Working from the proposition that the urgencies, responses and discussions that we see around biennials locally are significantly different to the ones we find in the international biennial discourse, we believe that there is much potential learning to be gained from lifting these debates up to an international platform.


We are searching for articles, opinion pieces and debates that have been ongoing in the local press around biennials - historical as well as contemporary. We hope to collect a wide range of formats about different contexts and types of biennials, in different languages and from across the world. The texts will be brought together in a digital publication due to come out Summer 2022.


HOW TO SUBMIT AND PROCESS
All proposed texts must be submitted to perennialbiennial@bergenassembly.no by midnight October 24, 2021. Please send a short paragraph, of maximum 500 words, explaining the significance of the text or debate as well as a copy of the text in question, preferably in a format that allows text recognition.
Selected texts will be professionally translated, and we will additionally commission a contextualizing short introduction by the person nominating. The nomination and introduction of selected texts will be remunerated with a fee of 400 Euro and the rights of original text will be cleared on a case-by-case basis. We aim to respond to all submissions by December 2021.


ABOUT PERENNIAL BIENNIAL
The project supports research, writing and the formulation of new narratives in the biennial field through collaborative working, staff exchanges and the sharing of expertise and models for sustainable practice. Its aim is to create a dynamic European platform of exchange which will strengthen the contemporary art sector at global, European
and local level.

Sept. 2021

Publikation: KW, a history

„Still war es in der Auguststraße und ganz Berlin-Mitte. In diesem Teil einer ehemaligen Metropole, dessen Gebäude nach dem großen Krieg mit zerschossenen Fassaden seit über 40 Jahren dem Verfall preisgegeben worden waren. Der Westen hatte sich noch immer nicht Richtung Osten bewegt, zu marode, zu dreckig, zu dunkel, kaum Infrastruktur, kein Telefon, prädigital, ungeklärte Eigentumsfragen, in der Luft der beißende Geruch von Braunkohle. Von den Anwohnern waren nur wenige geblieben. Viele waren aus dem ohnehin auch vor dem Mauerfall nur dünn besiedelten, ruinösen Stadtteil Hals über Kopf in den Westen gezogen. Ihre ganze Habe hatten sie oft zurückgelassen. An einem sonnigen Nachmittag im Frühling standen wir zum ersten Mal zu fünft im Hof der ehemaligen Margarinefabrik, zuletzt VEB Elektromontage. 2400 Quadratmeter Fläche, ruinös, kontaminiert, denkmalgeschützt und volkseigen. Wir sagten zu.”

Alexandra Binswanger in: KW, a History

Der KUNST-WERKE BERLIN e. V., Trägerverein der KW Institute for Contemporary Art und der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, feiert 2021 sein 30-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr erscheint erstmalig eine umfassende Publikation zur Geschichte des KUNST-WERKE BERLIN e. V. als Ergebnis der Forschungsarbeit von VW Fellow Jenny Dirksen. Die Publikation liefert Einblicke in das umfangreiche Archiv der KW und der Berlin Biennale und erzählt auf 496 Seiten eine vielstimmige Institutionsgeschichte – mit Essays von Klaus Biesenbach, Jenny Dirksen, Susanne von Falkenhausen und Jan Verwoert sowie einer ausführlichen Chronik mit Kurztexten von Eva Scharrer, einer Ausstellungsliste, Fotografien, Einladungskarten, Plakaten, Presseresonanzen sowie Erinnerungen von Zeitzeug*innen und Wegbegleiter*innen aus drei Jahrzehnten.

Herausgegeben von Klaus Biesenbach, Jenny Dirksen, Krist Gruijthuijsen, Gabriele Horn / KW Institute for Contemporary Art
20 × 27 cm, 496 Seiten, zahlreiche Farb- und s/w-Abbildungen, Softcover, Schutzumschlag
ISBN 978-3-95476-371-9
September 2021

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März 2021

Kader Attia, Foto: F. Anthea Schaap

Kader Attia wird Kurator der 12. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

Die Berlin Biennale freut sich, die Vorbereitungen ihrer kommenden 12. Ausgabe mit der Bekanntgabe der Kurator*innenschaft zu beginnen. Die 12. Berlin Biennale findet 2022 statt.

Kader Attia beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem Begriff des „Repair“. Er untersucht damit die Dialektik zwischen Zerstörung und Reparatur. Hierbei wird Reparatur als eine Möglichkeit kulturellen Widerstands sowie als Mittel für eine Gesellschaft oder ein Subjekt zur Wiederaneignung ihrer Geschichte und Identität verstanden. Aufgewachsen in Frankreich und Algerien, studierte Kader Attia Philosophie und Kunst in Paris und Barcelona. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und Paris. 2016 gründete er im 10. Arrondissement von Paris La Colonie als Raum für den Austausch von Ideen und für Diskussionen mit dem Fokus auf die Dekolonialisierung – nicht nur von Menschen, sondern auch von Wissen, Geisteshaltungen und Praktiken. Aufgrund der Covid-19-Pandemie musste La Colonie im März 2020 für das Publikum schließen. Im Juli 2021 findet im Haus der Kulturen der Welt in Berlin der vierte Teil einer von Kader Attia, Ana Teixeira Pinto und Giovanna Zapperi initiierten Konferenzreihe mit dem Titel The White West statt.

Die Direktorin Gabriele Horn und das Team der Berlin Biennale heißen Kader Attia herzlich willkommen.

Der internationalen Auswahlkommission für die Kurator*innenschaft der kommenden Berlin Biennale gehörten an: Yael Bartana (Künstlerin, Amsterdam, NL, und Berlin, DE), Beatrice von Bismarck (Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft an der Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Fine Arts, Leipzig, DE), Anita Dube (Künstlerin und freie Kuratorin, Greater Noida, IN), Krist Gruijthuijsen (Direktor der KW Institute for Contemporary Art, Berlin), Sohrab Mohebbi (Kathe and Jim Patrinos Curator der 58. Carnegie International, Pittsburgh, US), Gabi Ngcobo (Künstlerin, Vermittlerin und freie Kuratorin, Johannesburg, ZA) und Gabriela Rangel (Schriftstellerin und Direktorin der Fundación Malba – Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires, AR).