Berlin Biennale
6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst
11.6.–8.8.2010
was draußen wartet

Der Titel der Ausstellung „was draußen wartet“ gibt die Blickrichtung vor: aus dem Kunstraum hinaus auf die Wirklichkeit.Einer Wirklichkeit, die zu beschreiben und zu erfassen einfache Welterklärungsmodelle nicht länger ausreichen. Technologische Entwicklungen, globale ökonomische, politische und soziale Krisen der Gegenwart haben unserer Wirklichkeit Risse zugefügt, haben den Abstand vergrößert zwischen der Welt, über die geredet wird, und der Welt, die tatsächlich da ist.

Die in der Ausstellung präsentierten Arbeiten verweigern sich den in der Kunst zunehmend beobachtbaren Tendenzen zur Abkehr von der Realität und hin zu kunstimmanenten und formalen Fragestellungen. Sie widersetzen sich diesen Tendenzen durch die Behauptung eines offenen Blicks auf unsere Gegenwart und ihre Wirklichkeit.

Mit der Auswahl von Zeichnungen und Gouachen des großen Berliner Realisten des 19. Jahrhunderts, Adolph Menzel, die in der Alten Nationalgalerie zu sehen ist, wurde den zeitgenössischen Arbeiten eine kunsthistorische Position zur Seite gestellt, die die Blickrichtung der 6. Berlin Biennale kontextualisieren soll: hinaus auf das, was draußen wartet.

 
Kunstwerke Berlin

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