Orte

Akademie der Künste

Akademie der Künste (Hanseatenweg), Foto: Timo Ohler

Die 1696 gegründete Akademie der Künste gehört zu den ältesten Kulturinstitutionen Europas und wird seit dieser Zeit maßgeblich von der Gemeinschaft ihrer Mitglieder geprägt. Schwerpunkte der frühen Gründungsjahre waren die Lehre und der rege Austausch unter ihren Mitgliedern. In den Jahrzehnten der Aufklärung profilierte sich die Akademie als ein Zentrum der nationalen kulturellen Erneuerung. Seither hat sie allmählich ihre heutige Form eines öffentlichen Diskussionsforums für verschiedenste Belange der Kunst und Politik angenommen. Es ist ein Anliegen der 10. Berlin Biennale, gesellschaftspolitische und historische Erzählungen in einen Dialog mit den umfangreichen Archivbeständen der Akademie, aber auch mit der Berufung ihrer Mitglieder von damals bis heute und der brutalistischen Architektur von Werner Düttmann aus den späten 1950er-Jahren zu bringen.

Die Ausstellung der 10. Berlin Biennale in der Akademie der Künste eröffnet mit einer temporären Konstruktion, die historische und visuelle Elemente zweier Baudenkmäler und einer historischen Persönlichkeit zusammenführt: Sanssouci, die von 1745 bis 1747 entstandene Sommerresidenz des preußischen Königs Friedrich II. in Potsdam, DE; das von König Henri Christophe 1810 bis 1813 in Milot in Haiti erbaute Palais Sans Souci; und den haitianischen Revolutionär Oberst Jean-Baptiste Sans Souci, der als Versklavter afrikanischer Herkunft 1791 Guerillatruppen in den Kampf gegen die französische Kolonialmacht führte. Dieser konzeptuelle Rahmen unterstreicht die ideologischen Fundamente der genannten Institutionen und ihrer historischen Erzählungen.

Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

KW Institute for Contemporary Art

KW Institute for Contemporary Art, Courtesy Tatjana Pieters, Foto: Frank Sperling

Seit ihrer Gründung Anfang der 1990er-Jahre, kurze Zeit nach dem Fall der Mauer, agieren die KW Institute for Contemporary Art als Ort der Produktion, Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Gegründet als Verein junger Kunstschaffender, entsprachen die KW und die wenig später ins Leben gerufene Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst dem dringenden Wunsch nach eingehender Auseinandersetzung mit dem internationalen, zeitgenössischen Kunstdiskurs. Während der letzten 26 Jahre konnten die KW ihr eigenes Erbe im Wirkungskreis derjenigen Menschen festigen, die den Aufbau und die Entwicklung der Institution geprägt haben, sowie derjenigen, die in diesem Sinne heute ihre Zukunft entwerfen. We don’t need another hero versteht sich als Spekulation darüber, wie global ausgerichtete zeitgenössische Kunstbiennalen in den nächsten zehn Jahren aussehen könnten. Die Ausstellung beginnt in den KW mit einem Porträt von einigen derjenigen Menschen, die die KW wesentlich zu dem gemacht haben, was sie heute sind, und geht dann über zu Arbeiten, die hierarchische Strukturen politischer Räumen, wissensproduzierende Institutionen und persönliche Freiräume neu verhandeln.

Auguststraße 69, 10117 Berlin

Volksbühne Pavillon

Volksbühne Pavillon, © Volksbühne Berlin

Der Pavillon der Volksbühne ist ein Glasbau neben dem Haupteingang zur Volksbühne auf dem Rosa-Luxemburg-Platz und ist von den KW auf kurzem Weg zu Fuß zu erreichen. Bislang waren im Pavillon wechselnde Kunstprojekte sowie der Buchladen und das Ticketbüro des Theaters untergebracht. Im Rahmen der 10. Berlin Biennale zeigt der Pavillon ein Kunstprojekt, das sich mit der Geschichte seines Standorts befasst und eine veränderliche, für die Mitwirkung des Publikums offene Installation beinhaltet. Über die Dauer der 10. Berlin Biennale finden hier Performances und andere fortlaufende Aktionen statt.

Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik, © Zentrum für Kunst und Urbanistik, 2017

Das ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik befindet sich in einem ehemaligen Güterbahnhof im Berliner Wohnviertel Moabit. Es wird vom Künstlerkollektiv KUNSTrePUBLIK betrieben, mit dem schon die 5. Berlin Biennale im Jahr 2008 kooperiert hat. Der von KUNSTrePUBLIK temporär eingerichtete Skulpturenpark Berlin_Zentrum – eine zuvor ungenutzte Brache an einem Abschnitt der ehemaligen Berliner Mauer im Herzen der Stadt und ein Objekt der Begierde für die Immobilienspekulation – diente damals als Ausstellungsort. Jetzt knüpft die 10. Berlin Biennale an den damaligen Dialog mit dem Kollektiv an und lädt mehrere Künstler*innen zu längeren Arbeitsaufenthalten in den zum Residenzprogramm des ZK/U gehörenden Ateliers ein. Die Beteiligten gehen der Frage nach, wie ihre politisierten Körper auf die Machtsysteme reagieren, die der städtischen Architektur inhärent sind. Andere Projekte untersuchen verschiedene gedankliche Schemata natürlicher und gebauter Umgebung in Gegenwart und Vergangenheit.

Siemensstraße 27, 10551 Berlin

HAU Hebbel am Ufer (HAU 2)

HAU Hebbel am Ufer (HAU 2), Foto: Jürgen Fehrmann

Das HAU Hebbel am Ufer in Berlin-Kreuzberg vereint die drei Spielstätten HAU1, HAU2 und HAU3 zu einem internationalen Produktionshaus für Performing Arts. Im HAU2 widmet die 10. Berlin Biennale zwei Abende einem künstlerischen Forschungsprojekt zur Geschichte des Kwaito – eines Musikgenres, das um 1994 im südafrikanischen Soweto entstand. Die Auftritte am 15. und 16. Juni 2018 gedenken der Studentenunruhen von 1976 in Soweto, die sich an diesen Tagen zum 42. Mal jähren. Die Abende dienen auch als wichtige Ankerpunkte für die seit 2016 in Südafrika aktiven Protestbewegungen #RhodesMustFall und #FeesMustFall. Im HAU2 wird außerdem eine temporäre Ausstellung am 9. und 10. sowie 13. bis 16. Juni 2018 von 17 bis 22 Uhr gezeigt.

Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

Öffnungszeiten

Mi–Mo 11–19 Uhr
Do 11–21 Uhr
Di geschlossen

Eintritt

Eintritt alle Ausstellungsorte 16 €
Ermäßigt 10 €

Gruppen ab 10 Personen, pro Person 14 €
Gruppen ermäßigt 8 €

Tickets

(Ver-)Mittlung

Das (Ver-)Mittlungsteam der 10. Berlin Biennale besteht aus qualifizierten (Ver-)Mittler*innen, die unterschiedlichen Gruppen die Gelegenheit geben, sich in gemeinsamen Gesprächen der zeitgenössischen Kunst zu nähern. In der Akademie der Künste, den KW Institute for Contemporary Art und dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik entstehen anhand einer Auswahl von künstlerischen Positionen Dialoge mit den Besucher*innen.


ÖFFENTLICHE MODERIERTE RUNDGÄNGE

Öffentliche Rundgänge finden in deutscher Sprache statt und können hier online gebucht werden.

Jeden Samstag, 14 Uhr:
Akademie der Künste
Dauer: 90 Minuten
5 €, ermäßigt 4 €
(zzgl. Eintritt)

Jeden Samstag, 16 Uhr:
ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik
Dauer: 60 Minuten
4 €, ermäßigt 3 €
(zzgl. Eintritt)

Jeden Sonntag, 16 Uhr:
KW Institute for Contemporary Art
Dauer: 90 Minuten
5 €, ermäßigt 4 €
(zzgl. Eintritt)

Treffpunkt
Kasse am jeweiligen Ausstellungsort

Rundgang buchen


MODERIERTE RUNDGÄNGE FÜR GRUPPEN

Rundgänge für maximal 20 Personen in Deutsch und Englisch können hier online gebucht werden. Für Rundgänge in anderen Sprachen und bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter:
T +49 (0)30 24 34 59 979
F +49 (0)30 24 34 59 99
visit@berlinbiennale.de

Für die Akademie der Künste und die KW Institute for Contemporary Art empfehlen wir Rundgänge von 90 Minuten. Für das ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik sollten 60 Minuten eingeplant werden.

Preise
60 Minuten: 95 €
90 Minuten: 140 €
120 Minuten: 185 €
Jede weitere Stunde: 90 €
(zzgl. Eintritt)

Ermäßigung für Studierende
60 Minuten: 85 €
90 Minuten: 120 €
120 Minuten: 155 €
Jede weitere Stunde: 80 €
(zzgl. Eintritt)

Moderierte Rundgänge für Schulklassen und Kindergartengruppen
60 Minuten: 65 €
(inkl. Eintritt, auf Anfrage)

Treffpunkt
Kasse am jeweiligen Ausstellungsort

Rundgang buchen


QUALIFIZIERUNG FÜR LEHRENDE UND ERZIEHER*INNEN

Unser Qualifizierungsangebot spiegelt die Interessen und Anliegen aktueller Kunstpraxis wider und findet in der alternativen Lernumgebung der 10. Berlin Biennale statt. Es wendet experimentelle Verfahren der (Ver-)Mittlung innerhalb der Berlin Biennale und darüber hinaus an. In den Angeboten geht es unter anderem um die Initiierung und Unterstützung künstlerischer Prozesse im Klassenzimmer und im Ausstellungsraum sowie um damit verbundene Reflexionen.

Preise und Dauer auf Anfrage. Gerne stimmen wir mit Ihnen ein passgenaues Angebot für Ihre Gruppe ab.

Module im Kontext einer europaweiten Studienwoche Meeting Cultural Education! in Englisch vom 3. bis 8. September 2018 können tageweise online gebucht werden. Buchung und weitere Informationen hier.

Bei Fragen zum Qualifizierungsangebot kontaktieren Sie bitte:
Mona Jas
T +49 (0)30 24 34 59 54
F +49 (0)30 24 34 59 99
visit@berlinbiennale.de


GRUPPENBESUCHE

Bei Gruppen ab 20 Personen bitten wir um Voranmeldung unter visit@berlinbiennale.de oder T +49 (0)30 24 34 59 979.


LIZENZFÜHRUNGEN

Gruppen, die ihren eigenen Guide mitbringen, müssen sich unter visit@berlinbiennale.de oder T +49 (0)30 24 34 59 979 anmelden und eine Lizenzgebühr von 35 Euro entrichten (max. 20 Personen inklusive Guide).

Anfahrt

BUS, BAHN UND TRAM

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
S-Bahn S3/S5/S7/S9: Bellevue
U-Bahn U9, Bus 106: Hansaplatz

KW Institute for Contemporary Art
Auguststraße 69, 10117 Berlin
S-Bahn S1/S2/S25/S26, Tram M1/M5: Oranienburger Straße
U-Bahn U6: Oranienburger Tor
U-Bahn U8: Weinmeisterstraße

Volksbühne Pavillon
Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin
S-Bahn S3/S5/S7/S9: Alexanderplatz
U-Bahn U2, Tram M8, Bus 142: Rosa-Luxemburg-Platz

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik
Siemensstraße 27, 10551 Berlin
S-Bahn S41/S42, Bus 106/123/TXL: Beusselstraße
S-Bahn S41/S42: Westhafen
U-Bahn U9: Birkenstraße

HAU HEBBEL AM UFER (HAU2)
Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin
S-Bahn S1/S2: Anhalter Bahnhof
U-Bahn U1/U3/U6: Hallesches Tor
U-Bahn U1/U3/U7: Möckernbrücke
Bus M41: Willy-Brandt-Haus


E-SCOOTER- UND FAHRRADSHARING

Mit COUP, dem eScooter-Sharing-Service, zur 10. Berlin Biennale: Neukund*innen erhalten mit dem Code „BIENNALE“ drei Freifahrten à 30 Minuten. App downloaden und kostenfrei anmelden. Weitere Informationen unter joincoup.com. Die Aktion ist gültig bis zum 15. September 2018.

Mit Deezer nextbike zu allen Ausstellungsorten: Lösen Sie den Code 767076 für einen kostenfreien Tagestarif ein. Anmeldung und Info: deezernextbike.de oder per App. Das Angebot gilt vom 7. Juni bis 9. September 2018.

Unterkunft

HOTELEMPFEHLUNGEN

Alexander Plaza
AMANO
Augustinenhof
Hansablick
Hackescher Markt
WEITERE HOTELS


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